Google enthüllt internetweit neues Material Design

socialGoogle hat am 31.03.2016 zum ersten Mal nach 2014 sein Redesign der Apps und Dienste nach dem Google Material Design vorgestellt. Im Google Design Blog hat die Firma angekündigt, dass die neue Version seines Material Designs mit dem Chrome Update auf die Version 49.2 ausgeliefert wird. Bemerkenswert dabei ist, dass die neue Version dabei Material Design auch als Standard-Rendering übernommen wird. Das seitendefinierte CSS wird dabei ebenfalls außer Kraft gesetzt und Farben, Art, und sogar Bilder werden nach der neuen Version der Google-Designsprache gerender. Als Basis von Googles Design-Strategie hat sich das Material Design bei Google seit 2014 bewährt und wird nun auf ein neues Level gebracht. Das wichtigste Ergebnis soll eine deutlich schnellere Surferfahrung für die Nutzer sein. Hier ein Überblick über alle Neuerungen:

  • Geschwindigkeit: Der Fokus wurde auf die Geschwindigkeit gelegt. Dadurch, dass der Browser weniger Variablen rendern muss soll eine um 17 % höhere Geschwindigkeit erreicht werden.
  • Farben: Die Farbpalette von Material Design wurde auf genau 256 Farben festgeschrieben. Alle weiteren Farben werden automatisch auf diese angeglichen.
  • Bilder: Dieselben Farbbestimmungen gelten auch für Bilder. Jeder Pixel wird auf eine der festgelegten 256 Farben konvertiert. Das gilt auch für SVG Farben.
  • Typografie: Standardschriftarten werden durch das neue Material Design durch eine einzige eingebettete Schriftartenfamilie ersetzt. Dabei handelt es sich nicht, wie man wegen der Sprachenunterstützung vermuten würde um Roboto, sondern um Noto.
  • Fließende Aktionsknöpfe (Navigationselemente): Vielleicht die radikalste Änderung im neuen Material Design ist die Implementierung eines einzigen Aktionsaufrufes (Floating-Action-Button).
  • Haltepunkte

Ein weiterer wichtiger Bereich der komplett überarbeitet wurde ist der für die Rendering-Leistung. Hier werden 10 vordefinierte Grenzwerte eingeführt, nach denen die Google Reziser App gerendert werden. Unpassende Werte werden von der Reziser App entsprechend auf den nächsthöheren aufgerundet.

Google hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass es seine Vorstellungen umsetzt und Webdesigner dazu ermuntert diesen Vorstellungen zu folgen. Unangekündigte Änderungen im Suchalgorithmus und die Aufnahme von Accelerated Mobile Pages sind Beispiele dafür. Die jetzigen Änderungen beim Material Design werden aber vermutlich die größten Auswirkungen haben.